Mit dem Beitrag zum Larynxtubus ergänzen wir unsere Reihe der Videos zum Notfallmanagement in der Arztpraxis. Die 2010er Empfehlung des European Resuscitation Counsils stellt in der Initialphase der Reanimation die kontinuierliche externe Herzkompression in den Vordergrund. Trotzdem gilt, bei einer durch professionelle Helfer und Ärzte eingeleiteten Reanimation, weiterhin die zügige Atemwegssicherung ebenso als unabdingbar.

Video Larynxtubus

Der Larynxtubus S (LTS)

Den LTS gibt es für Erwachsene in den Größen drei,vier und fünf. Der Normkonnektor ist farblich, entsprechend der seiner Größe, gekennzeichnet. Die kleine Öffnung unterhalb des des farblichen Konnektors, ist beim LTS der Zugang zum Drainagelumen. Eine der wesentlichen Unterscheidungen zum Vorgängermodell LT, der am distalen Ende verschlossen ist. Der LTS hingegen bietet ein zusätzliches, getrenntes Lumen zum Magen.

Der Tubus verfügt über zwei Cuffs: einen größeren proximalen Cuff, der den Nasen-Rachen-Raum verschliesst, sowie einen zweiten distalen kleineren Cuff für den Verschluss des Ösophaguseingangs. Die Beatmung erfolgt über zwei anterior gelegene Öffnungen. Eine Zahnmarkierung unterhalb des farblichen Konnektors hilft, bei der Einführung die richtige Tiefe zu finden.

Zu Beginn sollten die Cuffs komplett entlüftet und der Tubus mit Gleitmittel versehen sein. Die freie Hand öffnet mit dem Kreuzgriff den Mund. Die Führungshand hält den Tubus im Bereich der Zahnmarkierungen und schiebt den Tubus mittig in den Hypopharynx ein. Ein seitliches Einführen mit einer Drehbewegung erleichtert gegebenenfalls die Einführung. Die Zahnmarkierungen sollten nun auf Höhe der oberen Zähne liegen.

Nun werden die beiden Cuffs mit der ebenfalls größen-codierte Spritze belüftet. Die Ballonzufuhr be- und entlüftet beide Cuffs gleichzeitig. Der Larynx-Tubus ist nun platziert und der Notfallpatient kann beatmet werden.

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