Die Zahl der plötzlichen Herztode auf Massensportveranstaltungen könnte deutlich gesenkt werden, wenn die Veranstaltungsorte mit automatisierten externen Defibrillatoren (AED) ausgerüstet würden und medizinische Notfallpläne erstellt werden, um Betroffene innerhalb weniger Minuten in die nächste Klinik zu transportieren, formuliert es die European Society of Cardiology im European Heart Journal.

Die Aussage beruft sich auf eine im Jahr 2010 veröffentlichte Studie, die unter 190 Fußballvereinen aus 10 europäischen Ländern aufzeigte, dass lediglich 72 Prozent der Fußballstadien mit einem AED ausgerüstet sind und nur 64 Prozent über medizinische Notfallablaufpläne verfügen. Die Statistiken weisen in einer Saison 77 Todesfälle aufgrund eines plötzlichen Herzstillstands bei 39,4 Millionen Zuschauer aus. Die European Society of Cardiology errechnet daraus einen Todesfall auf zehn Fußballspiele in Stadien mit etwa 60.000 Besuchern.

Als Maßnahme schlägt die kardiologische Gesellschaft vor, jedes Stadion mit einem medizinischen Notfallablaufplan auszustatten und einen notfallmedizinischen Manager zu ernennen. Darüber hinaus sollen trainierte Notfallteams mit spezifischen Ausstattungen und AEDs bereitgestellt werden. Eine ähnliche Vorhaltung soll für Massensport-Events, wie Marathon-Läufe, erfolgen.

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